Rassismus und Antisemitsmus im Fußballstadion

Am Donnerstag, den 25. September, findet im Großer Saal der Neuen Synagoge Berlin – im Centrum Judaicum – ab 18 Uhr ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion zum Thema Rassimus und Antisemitismus im Fußballstadion (pdf) statt. Die Veranstaltung wird durch das im April gegründete Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus organisiert. Diese Initiative sammelt Aktive aus verschiedenen Spektren um gegen die antisemitischen und rassistischen Übergriffe ein kraftvolles und demokratisches Bündnis zu schaffen (siehe Rede von Petra Pau zur Gründung des Forums).

Gordian Meyer-Plath, Referatsleiter für Politischen Extremismus beim Brandenburger Verfassungsschutz wird den den Vortrag halten. Danach diskutieren auf dem Podium Petra Pau (Linke), Bundestagsvizepräsidentin, Tuvia Schlesinger, Präsident des Sportvereins TuS Makkabi Berlin, Gerd Liesegang, Vizepräsident des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) sowie der Referent Gordian Meyer-Plath. Es moderiert Matthias Müller vom Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus.

Das Thema hat es in sich. In Berlin gab es in der letzten Saison mehrfach antisemitisch und rassistisch motivierte verbale und physische Übergriffe auf Spieler und Betreuer von TuS Makkabi. Der BFV reagierte sehr verzögert und unbefriedigend. Erst die Intervention einiger Fans von Tennis Borussia setzte den Fokus auf die Vorkommnisse bei Spielen dieses Vereins. Maßgebliche Änderungen wird es vermutlich trotzdem nicht gegeben haben.

Zunächst kam es am 29. April am Randes des Spiels von Makkabi gegen den Adlerhofer BC zu wüsten antisemitischen Beschimpfungen und dem Zeigen des Hitlergrußes. Lediglich drei Wochen später wurde wiederum ein Spieler von TuS Makkabi beschimpft. Diesmal passierte es auf dem Spielfeld. Beim Auswärtsspiel gegen BFC Viktoria grunzte ein Gastgeber im Gerangel einen Makkabi Spieler rassistisch an. Nach verbaler Intervention durch einige lilaweiße Partyarmisten kam es zum Spielabbruch. Bestraft wurde jedoch nicht der Rassist und sein Verein, sondern der Beschimpfte und die couragierten Fans von TeBe. Der Schiedrichter will nix gehört haben. Er unterließ es, die nachgewiesene und zugegebene Beschimpfung in den Spielbericht aufzunehmen. Der BFV reagierte wiederum nicht. Ich bin gespannt, was die Herren Fußballoffiziellen dazu zu sagen haben.

Anstatt eines Schlußwortes beende ich den Beitrag mit einem interessanten Video, das die Problematik recht umfassend und differenziert beschreibt. Gefunden hat es dissidenz.




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