Sonnige Grüße an die Kameraden!

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Das nächste Spiel von Amaranto findet erst am nächsten Samstag statt. Der 35. Spieltag wurde in der letzten Woche kurzfristig auf den 21igsten verlegt. So bleibt viel Zeit sich um andere hübsche Sachen zu kümmern. Zu erwähnen ist auf jeden Fall die oben zu sehende, kreative Begrüßung (via pflastersteine) von circa 250 Chemnitzer Blödmännern im Potsdamer Karli.

Ein ganz besonderer Gruß ging dabei an die rechtsextremen NS Boys, den Nazi-Ultràs der Chemnitzer. Die hatten schon letztes Jahr in einer vereinsübergreifenden, ostdeutschen Nazihoolaktion beim Pokalspiel des Erstligisten Energie Cottbus bei Tennis Borussia gezeigt, was es heißt, wenn Fußball nich‘ interessiert, sondern der vermeintliche politische Gegner auf’s Maul bekommen soll. Damals hatten die anderen Cottbusser die bunte Mischung aus eigenen rechten Fans, die sich Verstärkung von Union, Viktoria Frankfurt, Chemnitz usw mitgebracht hatten, freundlich empfangen, ihnen zuvorkommend den Block geöffnet und sich keine Deut von ihrem verbalen Antisemitismus, ihrer Homophobie und Rassismus distanziert.

Damals konnte TeBe zwar nicht gewinnen, trotzdem feierten die Fans überschwenglich die Partie. Die uniformierten und stramm deutschnationalen Hooligans in der Gegengrade prügelten sich währenddessen. Die Veilchen hatten im Spiel einige schöne Momente. Eigentlich war die Party recht ausgeglichen. Nur individuelle Stärken der Cottbusser markierten den Sieg der Gäste.

Die Party Army ahnte wohl schon damals, daß diese Mannschaft unter dem (neuen) Trainer Thomas Herbst zu höheren berufen war. Zweiundzwanzig Spieltage später und mit einundzwanzig Punkten Vorsprung auf die Verfolger geht es für die Veilchen im Grunde nur noch darum, wann der Aufstieg in die Regionalliga feststeht.

Am vergangenen Samstag, bei einem sonnigen Spieltag mit Präpicknick, holte sich TeBe wieder souverän drei Punkte. Es gab einige hübsche Spielzüge zu bewundern. Fuß staubte einen Torwartabpraller zum 2:0 ab und einige Hochkaräter hätten eigentlich versenkt werden müssen. Das 2:1 in der 89. Minute war ebenfalls unnötig, änderte aber nix mehr am Ergebnis.

Heute gilt es im Berliner Pokal weiter zu kommen, damit am 6. Mai das Traumfinale gegen Union starten kann. Am nächsten Samstag geht’s dann nach Rathenow. Und auch dort heißt es wieder.

Auf geht’s TeBe!
Kuscheln & Lieben!

Fußball abgehakt, kommen wir zu den schönen Dingen im Leben! Gestern und heute haben mich die Hallasvögel aus Göttingen sehr amüsiert. Einmal mit ’nem netten Oldschool Skatrack aus der Pauli gazetta d‘iggital. Und heute mit einem hübschen, mit Fremdworten gespickten Derbybericht.

Deshalb will ich in den musikalischen Sommereigen einhacken und liefere mit Jah Division die russische Version von Bob Marley & the Wailers. Den Titel widme ich dem Kölner Jung‘ und OCB Fetischisten, der am Samstag im Mommse so penetrant nach langen Blättchen fahndete.